Klinisch-psychologische Diagnostik

Klinische PsychologInnen sind ExpertInnen sowohl im Erkennen von Problemen und krankheitswertigen Störungen des menschlichen Erlebens und Verhaltens als auch im Entwickeln von maßgeschneiderten Lösungen und Behandlungen.

Die klinisch-psychologische Diagnostik bezieht sich auf den Prozess der systematischen Erfassung, Beurteilung und Interpretation von psychologischen Merkmalen und Verhaltensweisen einer Person.

 

Wann wird klinisch-psychologische Diagnostik eingesetzt?

Klinisch-psychologische Diagnostik kann bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen eingesetzt werden, um psychische Probleme und Störungen zu erkennen und diverse diagnostische Fragestellungen zu beantworten. Die Fragenstellungen können sich z. B. auf erlebte Belastungen, die Befindlichkeit, Symptome, Störungen ( z. B. Depression, Ängste, ... ), die Motivation, die Persönlichkeit oder die kognitive Leistungsfähigkeit ( z. B. Gedächtnisprobleme ) beziehen. Im Rahmen der klinisch-psychologischen Diagnostik erfolgt eine systematische Erfassung, Beurteilung und Interpretation von psychologischen Merkmalen und Verhaltensweisen einer Person.

 

Wie wird klinisch-psychologische Diagnostik durchgeführt?

Neben einem ausführlichen Gespräch und der Anamnese kommen je nach Fragestellung unterschiedliche psychologische Testverfahren, klinische Interviews, Fragebögen, Beobachtungen und Fremdbeurteilungen zum Einsatz. Im Anschluss an die Diagnostik wird ein ausführlicher schriftlicher Befund erstellt. Im Rahmen einer Befundbesprechung können wichtige Informationen für die weitere Vorgangsweise mitgeteilt werden.

 

Was ist das Ergebnis der klinisch-psychologischen Diagnostik?

Klinisch-psychologische Diagnostik ist eine wesentliche Voraussetzung, um eine effiziente ärztliche, klinisch-psychologische oder psychotherapeutische Behandlung einzuleiten. Erst durch eine umfassende diagnostische Abklärung wird eine maßgeschneiderte Therapieplanung möglich.

 

Was kostet eine klinisch-psychologische Diagnostik?

Für klinisch-psychologische Diagnostik als Kassenleistung ist eine Zuweisung durch VertragsärztInnen oder WahlärztInnen oder PsychotherapeutInnen unbedingt erforderlich. In dieser muss eine Verdachtsdiagnose sowie eine Fragestellung formuliert sein.

 

VertragspsychologInnen, als erfahrene VertragspartnerInnen der Krankenkassen, können die durchgeführte Diagnostik direkt mit den Kassen abrechnen.

WahlpsychologInnen haben keinen Vertrag mit der Kasse. Sie als PatientIn bezahlen die Leistungen direkt und können die Honorarnoten zur Kostenerstattung bei Ihrer Kasse einreichen und einen Teil des Honorars (bis zu 80% des Kassentarifs) zurückerstattet bekommen. Eine Liste finden Sie unter: https://www.sozialversicherung.at/wahlpsychologinnen.