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Kinder- und Jugendnetzwerktagung 2026

Diagnose – Orientierung oder Etikett?

Zwischen klinischer Einschätzung, beruflicher Praxis und gesellschaftlicher Dynamik

Einladung zur Netzwerktagung 2026

21. Oktober 2026, 13:30 bis 18:30 Uhr

Ankommen ab 13:00 Uhr

QUICK-LINK zur Anmeldung!

Vortrag: Was ist denn schon normal?

Der schmale Grat zwischen Modephänomenen und Diagnose
von Univ. Prof. Dr. Paul Plener, MHBA

Workshops

Univ. Prof. Dr. Paul Plener, MHBA
Kinder- und Jugendpsychiater, Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum AKH Wien/ Medizinische Universität Wien, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (ÖGKJP)

 

Wie gestaltet sich Diagnostik in der Psychotherapie – von der Erst- über die Verlaufs- bis hin zur Abschluss-Diagnostik? Welche Bedeutung kommt ihr im therapeutischen Prozess zu? Und wie kann interdisziplinäre Zusammenarbeit zu einer fundierten Diagnostik beitragen?

Dieser Workshop lädt dazu ein, diese und weitere Fragen rund um das Thema Diagnostik gemeinsam zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und praxisrelevante Ansätze zu entwickeln.

Elisabeth Grissenberger, Dr. (Psychologie), MSc (Psychotherapie), MEd (Bildungswissenschaften)
Psychodrama-Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (https://www.therapiezentrum-nemo.at), Lehrtherapeutin der Fachsektion Psychodrama, Lehrbeauftragte in der Weiterbildung Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Der Workshop gibt einen verständlichen Einblick in die klinisch-psychologische Diagnostik: Was verbirgt sich dahinter, wie gehen Psycholog:innen vor und warum folgen sie dabei bestimmten Regeln?

Anhand von praktischen Übungen wird erlebbar, wie sich professionelle Diagnostik von alltäglichen Einschätzungen – der sogenannten „Küchentischpsychologie“ – unterscheidet. Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis für fundierte Beurteilungen von Verhalten und Erleben zu vermitteln sowie typische Denkfehler im Alltag zu erkennen.

Ingrid Koppler, MSc
Klinische Psychologin mit Schwerpunkt Kinder, Jugendliche und Familien, http://www.psychologie-koppler.at/

Der Workshop bietet die Möglichkeit, das Konzept der NeuroDeeskalation® kennenzulernen und gemeinsam hilfreiche Ausstiegsszenarien für besonders herausfordernde Situationen zu beleuchten. NeuroDeeskalation® ist eine Methode, die die Erkenntnisse der Neurobiologie, Bindungstheorie, Traumatheorie und der Körperpsychotherapie verknüpft. Sie ergänzt bindungsorientierte und traumabasierte Ansätze und zeigt Wege auf, Eskalationsdynamiken zu unterbrechen.

Maximilian Hempt
Ich war viele Jahre in sozialpsychiatrischen Wohngemeinschaften als Sozialpädagoge und als Leitung tätig. Mittlerweile arbeite ich als personzentrierter Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision in freier Praxis, als Team- und Fallsupervisor, NeuroDeeskalationstrainer® und als nebenberuflich Lehrender an der Hochschule Campus Wien.

Die ersten Lebensjahre legen das Fundament für die gesamte Entwicklung. Doch wie viel Digitalisierung verträgt ein Kleinkind? Dieser Workshop widmet sich der medienerzieherischen Basisarbeit und zeigt auf, warum medienfreie Räume in der frühen Kindheit so wertvoll sind. Ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit Blick auf den realen Alltag.

Kerninhalte: Entwicklungsraum statt Bildschirmzeit: Warum reale Sinneserfahrungen (Greifen, Bewegen, Fühlen) für das kindliche Gehirn unersetzbar sind. Die Vorbildwirkung: Wie der elterliche Umgang mit dem Smartphone die frühe Bindung und Interaktion beeinflusst (Technoferenz). Analoge Oasen gestalten: Praktische Tipps und bindungsorientierte Rituale für einen entspannten, handyfreien Familienalltag. Alleinstellungsmerkmal: Fokus auf die Frühkindphase und Prävention. Hier wird die Basis für eine gesunde Medienkompetenz geschaffen, noch bevor das erste eigene Gerät ein Thema wird.

DSPinSusanne Engelmayer, MA
Mit ihrem fachlichen Schwerpunkt auf der ganzheitlichen Entwicklung in den ersten sechs Lebensjahren begleitet Susanne Engelmayr Familien und pädagogische Institutionen bei der Gestaltung gesunder Beziehungs- und Lebensräume. Als Expertin für frühkindliche Medienprävention setzt sie sich fundiert und praxisnah für das Aufwachsen im analogen Raum ein. Ihr Ansatz basiert auf aktuellen entwicklungspsychologischen Erkenntnissen zu Bindung und Sinneserfahrung im Kleinkindalter. Mit viel Gespür für den Familienalltag zeigt sie auf, wie medienfreie Oasen geschaffen werden können, um die primäre Entwicklung von Kindern nachhaltig und bindungsorientiert zu stärken.

 

Ziel dieses Workshops soll psychologische Diagnostik verständlich machen und praktische Interventionen zu vermitteln. Welche Informationen sind für den Schulalltag hilfreich und welche konkreten Maßnahmen lassen sich ableiten. Ebenfalls wird auf die Grenzen der psychologischen Diagnostik eingegangen. Dies soll anhand von Fallbeispielen und offenen Diskussionen vermittelt werden.

Mag.aAngelika Lang
Schulpsychologin, Klinische- und Gesundheitspsychologin, Personzentrierte Psychotherapeutin

Jugendliche, Kinder und Eltern kommen heute selten unvorbereitet in die Beratung. Oft ist eine KI-generierte Selbstdiagnose oder die Recherche im Netz (Cyberchondrie) schon mit im Gepäck. Wie seriös sind diese künstlichen Ratgeber wirklich? Ein Workshop über den realistischen Umgang mit digitalen Gesundheits- und Entwicklungsvorschlägen.

Kerninhalte:

  • Phänomen Cyberchondrie: Wenn die digitale Suche nach Symptomen zu Verunsicherung in der Familie führt.
  • Algorithmus vs. Expertise: Risiken und positive Seiten von KI-Vorschlägen verstehen und realistisch einordnen.
  • Vom Datensatz zum Dialog: Wie die digitale Vorab-Information in der Beratung und im Coaching als produktiver Gesprächseinstieg genutzt werden kann.
  • Alleinstellungsmerkmal: Fokus auf Schulkinder, Jugendliche und den Umgang mit Information. Hier geht es um die konkrete Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz und dem Filtern von digitalen Angeboten in der Beratungspraxis

Dr.inBarbara Buchegger, MEd
Pädagogische Leiterin von Saferinternet.at, Vortragende rund um die Themen „Aufwachsen in der digitalen Welt“, „Nutzung digitaler Medien beim Lehren und Lernen“ sowie „digitale Jugendarbeit“, Gastvorträge in Lehrveranstaltungen an Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen, Konzeption von Weiterbildungsformaten online und offline, Entwicklung von Unterrichtsmaterialien und Ratgebern, Protagonistin des Video-Elternratgebers Frag Barbara!, Vorsitzende des ÖIAT

 

Organisatorisches

Mittwoch, 21. Oktober 2026, 13:30 bis 18:30 Uhr

Gemütliches Ankommen ab 13:00 Uhr

Pfarrheim Purgstall, Kirchenplatz 4, 3251 Purgstall

Die Teilnahme ist kostenlos. Mit freundlicher Unterstützung durch NOEGUS

Getränke und Snacks werden zu Verfügung gestellt.

durch das Projektteam des Kinder- und Jugendnetzwerkes Mostviertel:

Petra Fallmann, E. Kurt Königsberger, Michael Pichler, Monika Reiter, Barbara Theiss:

Wir freuen uns auf Ihre/deine Teilnahme!

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